Dahlauer narrenclique e.V. seit 1926

100 jahre fidlebruck spielt verruckt

Das sogenannte Dahlauer Narrennest wurde, wie aus handschriftlichen Urkunden hervorgeht, 1926 gegründet.

Der Ursprung des Namens ist im Wort „Kahlauer“ begründet, welches soviel bedeutet wie ein dummer Scherz. Weiterhin erinnerte man sich an einen Hamburger Zünftler der nach der Jahrhundert-Wende in der Mühle in Aftersteg arbeitete. Diesen betitelte man immer als „Kahlauer“ bzw. „Dahlauer“, weil er es treffend verstand den Leuten im Tal aufzulauern und mit Ihnen Schabernack zu treiben (und diese zu verulken). Dieser war in seiner Art dem niederdeutschen Schalksnarr Till Eulenspiegel fast ebenbürtig.

Und so, wie einst angeblich Till Eulenspiegel seine Mitbürger mit allerhand Streichen am Narrenseil herumgeführt hat, verstehen es auch die Dahlauer, närrischen Humor und Frohsinn unter die Leute zu bringen.

Ein wichtiges und selten gewordenes Merkmal dieser Narrenclique in dieser Gegend ist der Präsident und seine zwei Pagen, welche den Verein bei Umzügen und Ehrungen repräsentieren.

Die Heimat der Dahlauer ist der Talabschluss bei Aftersteg im oberen Wiesental, dort wo der Bach vom Notschrei her aus dem dichten Wald kommt, um einige Kilometer weiter, bei Todtnau, in die Wiese zu münden.

 

100

jahre

GESCHICHTE

BESCHREIBUNG VON MASKE, HÄS UND UTENSILIEN

Nach dem Krieg im Jahre 1949 taten sich einige junge Männer wie Walter Gutmann, Adolf Wunderle, Artur Kenk und Franz Albrecht wieder zusammen, und beschlossen für die Mitglieder ein einheitliches Kostüm zu schaffen. Das Dahlauer-Häs sollte in irgendeiner Form an die Sagenfigur Till Eulenspiegel und an die damals stark vertretene Bauernschicht erinnern.

Besonders auffallend an der Narrenfigur ist die grün-gelbe Hörnerkappe mit den großen roten Wollbollen an Ihren Enden – seit eh und je ein Symbol für Narretei und Schabernack. Die dunkelbraun gebeizte Holzmaske mit Ihrer spitzen Nase und dem breiten Grinsen weist in die selbe Richtung, ebenso wie der rote, gezackte Kragen mit seinen goldenen Glöckchen. Eher alemannischen Ursprungs aber ist das Blätzli-Häs aus gelben, roten, grünen und schwarzen, schuppenförmigen Filzflecken.

Das Unterteil läßt in Form einer schwarzen Kniebundhose klar den Bergbauern erkennen. Auf der linken Rückseite ist ein roter Fleck aufgenäht, und auf der rechten Seite hängt ein rotes Taschentuch aus der Hosentasche heraus. Dazu trägt der Dahlauer einheitliche schwarze Wanderschuhe, auf welche ein Lederhorn mit roten Wollbollen genäht wird. Diese Details wurden so bestimmt, damit keiner in Versuchung kam unter dem Jahr die zum Narrenkostüm gehörende Hose oder Schuhe anzuziehen.
Die große rote Holzrätsche, die einen lauten und knarrenden Ton erzeugt, ergänzt das Motiv des Schalksnarren.

Dahlauer_allein021

dahlauer Narrenclique

Fidlebruck spielt verruckt